Muezzin soll in Köln bald fünfmal am Tag rufen, aber…

Der vom Magistrat der Stadt Köln gewünschte und lautsprecherverstärkte Ruf zum Freitagsgebet soll nach der zweijährigen Projektphase vermutlich auf fünfmal pro Tag ausgedehnt werden.
OB Reker sieht in diesem Ruf sowieso den Ausdruck einer gelebten, vielfältigen und bereichernden Toleranz und alle anderen sind diesem als Kölner verpflichtet.

Immerhin – und das muss einmal deutlich gesagt werden(!) – ist das erzkatholische Köln sowieso schon an umweltschädigendem Dauergebimmel seiner viel zu zahlreichen Kirchen geschändet… ähm, geschädigt! (T’schuldigung, wir wollten keinem kinderliebenden Priester zu nahe treten, der den Glauben vertiefend verkündet. Ist nur so rausgerutscht. Passiert. Hier sogar öfters. Mea culpa und so… Ist uns nun auch vergeben????)

Kaum ein Stadtteil in dem nicht seit Jahrzehnten, sogar Jahrhunderten(!), ein dauerbimmelnder Kirchturm steht, soweit er nicht evangelisch ist.

Türme des Kölner Doms

Für die toleranten Kölner stellt sich ohnehin die Frage, warum der Gebetsaufruf nicht so wie bei einer Synagoge sein kann. Still, heimlich und fast schon schüchtern. Man geht einfach ohne Gebimmel und Rumgeschreie hin und betet friedlich und ruhig. Während die Polizei draußen den Gottesdienst bewacht und 24/7 das Gebäude sichert… Es könnte also sein, dass manche Gottesdienste Polizeischutz brauchen, soweit sie nicht im Vorfeld durch Lärm auffallen.

Egal, durch die Absicht nun den Muezzin fünfmal am Tag rufen zu lassen, dürfte das bei Moscheen ohnehin nicht nötig sein. Denn wer viel und sinnlos rumschreit und dann auch noch genug Hirnis an entscheidender Stelle für sich begeistern kann, der bekommt in unserer Zeit gewöhnlich das, was er will. Ungeachtet aller Logik.

Und so ein Gebetsaufruf zum Sonnenaufgang hat auch für alle gewisse Vorteile. Verschlafen ist nicht mehr und erspart Diskussionen mit dem Chef oder Lehrer. Zumindest im Winter, wenn die Sonne später aufgeht.
Im Sommer wird das nur Beschäftigte der Müllabfuhr und Bäcker retten können. Da geht die Sonne schon um 0400h auf…

Dennoch ist es nun wichtig sich näher mit dieser Bereicherung des toleranten (und einst christlichen) Abendlandes zu beschäftigen.

Wie genau klingt eigentlich der Ruf zum Gebet? Die Wenigsten haben ihn jemals bewusst gehört, aber viel zu viele lehnen ihn als tägliche Bereicherung ärgerlich ab. Das ist FALSCH.  Man muss ihn zumindest mal gehört haben.

Flüstertüte fürs Gebet

Der Gebetsruf (erst auf Lautstärke 10 gehen !!)  HIER!

Wem das zu unverständlich war, hier die Übersetzung, damit wir mal wissen, um was es geht und was da nun bald schon mehrmals täglich erschallen soll:

„Allah ist der Allergrößte (4mal). Ich bezeuge, dass es keinen Gott außer Allah gibt (2mal). Ich bezeuge, dass Muhammad der Gesandte Allahs ist (2mal)“

 

Ich will das nicht interpretieren, kann aber nicht anders als ein paar Fragen zu stellen. Allgemein. Rein aus dem Verständnis heraus, das nun mal ein anderer – weil westlicher – Kulturkreis gebildet hat. Also nix für Ungut…



1.) Wenn Allah der Allergrößte ist, warum muss man das betonen? Und dann 4x wiederholen? Also ich habe Marketing im Nebenfach studiert und es ist zweifellos richtig, dass man Bedürfnisse wecken muss, die nicht beim Verbraucher da sind. Und Werbung ist auch gut und richtig. Muss sogar sein. So eine Branche beweist das Tag für Tag… 
Aber mal ehrlich: Wenn Allah der Allergrößte ist, warum braucht er dann so ein paar Marktschreier, die das fünfmal am Tag betonen müssen? Und dann gleich viermal???

Hätte da nicht gereicht: „Morgen, Morgen Guuuten Morgen. Wir freueeen uns euch beim Gebeeeeet zu trefffeeenn….“ Vielleicht auch mit einer netten Melodie unterlegt, dass es akustisch … nicht besser… aber schöner klingt?



2.) Da dieser Ruf seit Jahrhunderten erschallt, warum hat man es nicht geschafft ihn… melodischer zu machen.  Auch manche Glocken nerven vom Ton/Klang her. Keine Frage. Und so manches Glockenspiel haben Musikhasser installiert. Aber muss der Aufruf zum Gebet wirklich nach einer sterbenden Katze klingen?



3.) Und warum den ersten Teil 4x wiederholen. Man hat keine Vorurteile, will sie auch nicht, aber sind gewöhnliche aber wahre Gläubige schwerhörig oder nur schwer von Begriff?

 

Der Teufel steckt im Detail…

4.) Jeder, der das Vaterunser (noch) kennt und das Glaubensbekenntnis (noch) im Kopf hat, weiß, dass da nicht alles Gold ist was glänzt. Jungfrau Maria und der Heilige Geist… Aber immerhin wird da zur Vergebung aufgefordert und um Vergebung gebeten, nicht Aufrufe zur gemeinschaftlichen Falschaussage gefördert. 

„Ich bezeuge, dass es keinen Gott außer Allah gibt“, ist eine nachweisbare Falschaussage.
Das Erste Gebot besagt doch schon, dass man neben Gott (Allah) keine anderen Götter haben darf. Und das beweist, dass es ANDERE Götter gibt. Allah sie kennt und daher klar will, dass nur er angebetet wird. Shaitan (Teufel) ist sicher einer dieser anderen Götter. Und der ist bekanntlich überall dort, wo man ihn nicht vermuten würde.
Ergo vielleicht er die Gläubigen so zur Falschaussage bewegt. Gern auch wiederholt und seine teuflische Freude daran hat.

 

5.) „Ich bezeuge, dass Muhammad der Gesandte Allahs ist (2mal)“, ist da nicht besser. Während das erste von Gott überbrachte Gebot des Propheten Moses (der Typ, der 40 Jahre durch die Wüste latschte und den Weg nicht fand!) noch klar in Stein gemeißelt beweist , dass es andere Götter gibt oder zumindest gab, wird hier eine reine Falschaussage verlangt. 
Kein hier und heute lebender Gläubiger ist in der Lage juristisch einwandfrei beschwören zu können, dass Mohammed der Gesandte Allahs ist. Man darf es glauben, kann es aber weder beweisen noch selbst belegen. Ist auf Quellen angewiesen, was Hörensagen ist. Und die millionenhafte ständige Wiederholung macht das nicht zu Recht oder auch nur wahr. 
Der Islam kann genauso wenig beurkundete Dokumente vorlegen, dass Gott/Allah/Jehova oder wer auch immer wen auch immer mit was auch immer beauftragt hat und er/sie/es zu seinem Gesandten wurde. – Außer Moses!

 

Die 10 Gebote auf Englisch – und nein, das Original war nicht auf Englisch…

6.) Mythologisch gibt es einen logischen Beweis, dass Gott die Menschen sehr gut kannte. Nicht umsonst übergab er Moses sein Gesetz (was echt übersichtlich war) für die Menschen in Stein gemeißelt. Also in einer Form, die nahezu unverwüstlich war. Es könnte bis heute überlebt haben. Denn es gab einen Grund, warum Gott keinen Papyros oder Pergament benutzt hat. Er wusste, dass der Mensch alles kaputt macht.  Oder verliert. Darum zwei harte feuerfeste Steintafeln…
Moses brachte sie mit und zerdepperte sie dann gleich mal. Willkür für sein Gesetz hatte Gott hier nicht vorhergesehen.
Nach ein wenig Gedächtnisleistung und allerlei Puzzelei wurden uns diese Gebote dann überliefert. Die Teile der zerbrochenen Tafeln aufbewahrt und dann endgültig samt Bundeslade verbummelt. Darin sind sich viele Quellen und Zeugenaussagen einig. Über Jahrhunderte hinweg.
Und das war der letzte Gesandte, der von Gott nachweislich mit was auch immer gesandt wurde. Er hatte etwas in den Händen was von Gott kam. Wie ein Botschafter, der sein Akreditierungsschreiben vorzulegen vermag. 



7.) Der letzte, der das von sich behauptet hatte, war der sudanesische Madi. Er gab an Mohammed zu folgen. Von Allah gesandt zu sein, um das islamische Reich über die Welt zu bringen. Er starb recht früh… an einer Krankheit. Frevler werden bestraft. Zeitnah.



Nach diesem kleinen Exkurs zum Thema Gebetsruf, der für Nichtmuslime aus o.g. Überlegungen heraus befremdlich bis irritierend ist, ist das dann eigentliche Gebet schlichtweg – rein sprachlich gesehen!! – unverständlich!

Immerhin hat das Zweite Vatikanische Konzil 1969, also nach fast 1400 Jahren kirchlichen Orgien und Exzessen, festgelegt, dass das Wort Gottes in der jeweiligen Landessprache zu verkünden sei. Predigten nicht mehr in Latein stattfinden sollten. 
Das war ein großer Fortschritt, denn seit dieser (weniger) klugen Entscheidung haben viele Gläubige den Sinn und Zweck der Kirche besser erkannt. Sind dann ausgetreten.

Burka – Ohne Makeup durch den Tag!

Daher wäre es doch schön, wenn auch muslimische Gottesdienste in der Landessprache stattfinden, damit alle Gläubigen, Interessierte und ggf. auch Kritiker sich an der Herrlichkeit der bildhaften Sprache des Koran erfreuen können. Ohne Übersetzer zu benötigen. Direkt. Unverfälscht und damit dann auch plakativ vor Augen geführt, welch eine schöne neue Welt es zu entdecken gibt. So man denn tolerant, aufgeschlossen und fügsam ist.
Gegenüber Gott/Allah ist Fügsamkeit keine Schwäche, sondern ein wesentlicher Bestandteil der Reise ins Paradies.

All die, die den Kölner Magistrat samt Frau Reker nun verurteilen, haben diesen Aspekt wohl nicht richtig begriffen. Das Pilotprojekt soll Türen und Tore öffnen. Für neue Lebensgrundlagen, bereichernde spirituelle Vielfalt und bunten Ideen die Bahn brechen. 
Soll Treue zur Toleranz auch farblich gestalten helfen, abseits von Burkablau und Pinguinschwarz natürlich. Klar…

Nicht der Islam muss sich in bestehende Kulturen integrieren, sondern die Kulturen müssen zum Islam migrieren, weil nur dort das Goldene Zeitalter zu entdecken ist. 
Die dienenden Priester des christlichen Gottes bezeugen es doch selbst, dass man dem Islam mehr Raum geben sollte. Die Juden verschanzen sich in ihren polizeibewachten Synagogen vor… den Nazis.
Alle wissen also um die moralische, ethische, religiöse und auch spirituelle Mangelhaftigkeit ihres Tuns. Ihrer sittenwidrigen Verlogenheit. Ihren fehlgeleiteten pädophilen Abartigkeiten teuflischer Natur. Ihrer durch und durch verlogenen Geschichte, die auch durch Martin Luther nicht zu reformieren war. Der Protest der Protestanten wurde zur Bankrotterklärung des Christentums.

Paradies mit der ersten von 72 Jungfrauen…

So muss man auch die gereichte Hand des Islam als Chance begreifen. Trotz aller Fragen, was so manches Ritual – oder Gebetsaufruf!! – ausmacht. 
Der Magistrat der Stadt Köln hat es begriffen. Ein Zentrum für Politische Schönheit und die neue Wiege zum Tor ins Paradies.
Dass dieses Paradies ggf. für Frauen nicht so … moderat … ist, mag erst einmal befremdlich sein. Aber es ist auch ein Stück Freiheit, losgelöst von morgendlichem Makeup raus zu dürfen. Endlich auch in Köln wieder sicher unterwegs zu sein, da von männlichen (leider nicht tuntigen!) Mitgliedern der (engeren) Familie bewacht. 
Das mag nun die diverse Vielfalt in Köln verstören, aber nicht alle müssen und können notwendige Veränderungen auch verstehen. Der Glaube daran, dass alles immer besser wird, reicht völlig aus. Der Glaube versetzt Berge. Gell?

Bei genauer Betrachtung sollte Köln SOFORT zum flächendeckenden fünfmaligen Gebetsaufruf pro Tag übergehen. Als Angebot endlich dem Erzbistum Köln den Rücken zu kehren und dem Kalifat Köln eine Chance zu geben. Schlimmer kann es in Köln kaum kommen. 
Ob wir nun Einfaltspinsel mit Bart haben oder kinderliebende Priester mit Hand in der Hose ist doch fast schon egal. In Köln ist eh schon ganzjährig Karneval und die Idioten feiern 24/7 lustige Ideen aller Art.

Warum nicht also auch mal diesen Weg gehen? Das Gebetsangebot annehmen und frei werden. Denn wer glaubt muss nichts mehr wissen. Und zu viel Wissen schadet dem Glauben. Denn das Glauben lebt von der fehlenden Kritik. Und für Kritik gab es mal die Inquisition und bald dann die Scharia-Polizei. Alles gut. Denn gute Dinge wiederholen sich. Der Teufel kann nicht überall sein… Oder solche Typen wie  Salman Rushdie, der falsch Zeugnis ablegte und wahrlich  „satanische Verse“ verfasste.


Nochmal der Gebetsruf (erst wieder auf Lautstärke 10 gehen!!)  HIER!

„Allah ist der Allergrößte (4mal).
Ich bezeuge, dass es keinen Gott außer Allah gibt (2mal).
Ich bezeuge, dass Muhammad der Gesandte Allahs ist (2mal)“



P.S.: Sollten wir im Artikel eine Religion nicht genannt haben, dann liegt es nicht an fehlender Absicht sondern nur am fehlenden Platz! – SIC!