Wie süß die Presse über Kabul berichtet…

Man könnte meinen, dass das Desaster von Afghanistan zu mehr Qualität in der Berichterstattung geführt haben sollte. Blauäugigkeit, ideologische Träumereien oder gar Propaganda hinter Qualität zurückstehen würden. Immerhin wurde 20 Jahre lang gelogen, geheuchelt und betrogen, wo es nur ging.

Das gewünsche Ideal als Realität verkauft. Afghanistan schon in der Liga der Demokratien gesehen. Bei so viel Aufwand es dahin zu bringen…

Begeistert wurden über Mädchenschulen und weibliche Studenten berichtet, die das Leben in AFG revolutionieren. Über die Befreiung der Frau von religiösen Zwängen und die Vorteile für die afghanische Gesellschaft, die das ausnahmslos begrüßt hat.
Immerhin war man so ehrlich Transgender- und Homosexuellenbewegung auszuklammern. Solche Spielarten von Freiheit wurden da nach wie vor mit der Todesstrafe geahndet. Doch man kann sicher sein, dass schon ein paar NGOs in den Startlöchern parkten, den Afghanen gendergerechte Sprache beizubringen. Das wäre mit Sicherheit auch mit Fördermitteln bedacht worden.

OK: nun lernen wir dazu. Die Mädchenschulen sind geschlossen, brennen gerade oder sind zu Markthallen für Frauen und Mädchen geworden, wo bewährte, ehrenhafte oder tapfere Recken der Taliban sich die verdiente Frau aussuchen dürfen.
Heiraten in AFG ist teuer, da ein Brautpreis zu entrichten ist. Und geraubte Frauen und Mädchen kostenlos an afghanische Siegfrieds zu verteilen ist wie eine Sachspende oder geldwerte Prämie zu sehen.
Und wenn die Dame nicht gefällt dann sagt man dreimal unter Zeugen: “Ich verstosse dich!” Und schwupps ist man geschieden. Da kann das deutsche Recht noch von lernen. Und Scheidungsanwälte sind arbeitslos.

Nun ja, das klingt nun böse, aber wo sollen sich die Talibanhelden denn sonst Frauen suchen? Zumal es keine Onlinedating-Plattformen in AFG gab. Und selbst wenn, dann wären sie jetzt durch die Taliban verboten. Böses Eigentor von Schwachköpfen…

Kabul 2006. Das gilt heute wohl als Freiheit, denn nun dürfen Frauen ohne männliche Begleitung gar nicht mehr raus…

So können nun die Mädels besichtigt werden. Gut ausgefüllte Burka heißt füllige Figur und schlapp runterhängende Burka verspricht schlanke Ehepartner. Steht sie vorn ab, könnten dicke Titten im Spiel sein. Steht sie hinten ab ein breiter Hintern. Augenfarbe kann durch das Sichtgitter der Burka gut abgeschätzt werden.
Sollte die zukünftige Braut heulend am Boden kauern, ist die Ehe wohl reicht einfach zu gestalten.
Zickt sie rum oder schlägt um sich, ist Überzeugungsarbeit im Eheleben angesagt. Schlappschwänze kommen dann schnell an ihre Grenzen.

So wird sich jeder seine Traumfrau aussuchen können. Vielleicht auch nach einer kleinen Qualitätsprüfung über Nacht. Immerhin macht man als Taliban das Recht. Ist sogar das Recht. Da kann man schon mal improvisieren.




Und da das Angebot aus Familien von Feinden der Taliban kommt, ist der Nachschub gesichert. Witwen ohne familiären Schutz haben eh keine Rechte und waren schon seit je her zur Prostitution gezwungen. 1-5 Dollar pro Kunde. Je nach Alter…

Und so kommt es zu einer grundsätzlichen Durchmischung der gesellschaftlichen Schichten, die bereichernd und begrüßenswert ist. So aus linker Ideologie heraus betrachtet. Klassenschranken fallen. Die Gouverneurswitwe wir zur Ehefrau eines schwachsinnigen Bauern, der bisher allmorgendlich seinen Esel… beglückte.
Und ja, das habe ich mit der Wärmebildkamera des PRT in Feyzabad selbst beobachten dürfen. Davon gibt/gab es auch Videoaufnahmen zur Bereicherung der langweiligen Nachtwache in der OPZ.

 

 

Freiheit mal anders…

Oder auch, und hier würden manche Grüne jubeln, sind auch zehn- und zwölfjährige Mädchen schon für die ehelichen Freuden zu haben. Töchter von Generälen, Regierungsbeamten und Ministern. Endlich auch als Frauen für weniger elitäre Kreise verfügbar. Welch ein erregendes Momentum wenn sie sich ausziehen, würde der grüne Europaabgeordnete Cohn-Bandit sagen. Zugegeben, vielleicht schon ein wenig zu alt für ihn. Er sprach damals eher von einstelligen Jahrgängen.





Und da die Taliban, anders als die blöden Nazis, keine Protokolle, Berichte, Meldungen oder gar Filme zu ihren Massenhinrichtungen anfertigen, es ergo auch alles nur Hörensagen ist, können wir sogar weiter die Wörtchen “mutmaßlich, vermutlich, und vielleicht” in die Berichterstattung einfließen lassen. Wie gewohnt. Und dann von Einzelfällen sprechen.

So können wir uns die systematische Ermordung aller Taliban-Gegner schönreden. Wie den Völkermord an den Tutsi in Ruanda Anfang der 90er. Schon gehört? Oder schon wieder vergessen? Es waren ja auch nur 800.000 bis 1.200.000. Da kann man schon mal zum Tagesgeschäft übergehen, oder?

Und nun zur Beruhigung: nein, die Taliban werden natürlich nicht so viel umbringen. Vielleicht 50.-100.000 in den nächsten zwei bis drei Jahren. Die aber recht öffentlich und zur Abschreckung. Dann kommen da natürlich die in der Ehe verstorbenen Frauen und Mädchen hinzu, die aufgrund widriger Umstände zu Tode kommen werden. So eine Zwölfjährige könnte schon Schaden nehmen wenn ihr liebster bisher 20 Jahre lang eher langohrige Freundinnen hatte. Nie vergessen: der Brautpreis lag stets über dem Wert eines Esels. Oder gar einer Ziege…

Damit haben jetzt unsere Feministinnen genug Themen, die sie mit Frauenpower angehen können. Vielleicht mal eine Delegation in die Provinzen schicken und Aufklärungsarbeit leisten? Kommt. Das geht. Fahrt doch mal hin. Die warten auf eure lieben Ratschläge.
Redet auch über Verhütung, denn sonst werden diese Frauen in drei bis vier Jahren schon kleine Familien mit drei bis fünf Kindern haben.

Und bis dahin erfreuen wir uns an Tatsachenberichten von zwei Brüdern (16 und 17), deren kollektive Verzweiflung (Intelligenz!) sie dazu bewogen hat sich an die Außenhülle eines startenden Flugzeugs zu klammern. Bei Doppeldeckern wäre das gegangen. Bei einer C-17 mit einer Reisegeschwindigkeit von 900 km/h und in 12000m Höhe eher nicht. Wer nun fragt warum das nicht geht… einfach mal ausprobieren. Das löst dann individuell gesehen zwei Probleme.

Oder auch der hoffnungsvolle Fussballspieler mit der Trikotnummer 10 ging durch die Presse. Mit 19 Jahren wählte er den Weg der zwei Brüder und reiste auch außen am Flugzeug mit. Bis er aus dem Fussballlhimmel fallend den Boden der harten Realität erreichte.

 

Kabul 2006: das sind nun die “jungen Männer” von heute…

Beide Beispiele zeigen auf, das es mit dem Physikunterricht in den Schulen nicht so weit her war. Schulen bauen und ordentlich zu betreiben sind zwei verschiedene Dinge, wie auch unser Bildungssystem anschaulich beweist. Und wenn unsere Berufsausbilder schon den Kopf über den lokalen Nachwuchs schütteln, dann wäre jetzt der Zeitpunkt zu hinterfragen, was da wieder an Experten zu uns kommt, um den Facharbeitermangel zu bekämpfen…

Gut, das ist auch wieder böse. Dann kommen wir zum Nachsatz der Fussballermeldung, den die Presse uns zum Besten gab. Der Sportminister von AFG äußerte sich zu dem Vorfall. Das ist immerhin erstaunlich, denn die Regierung war einen Tag vorher geflohen. Mit all dem Geld, was sie unterschlagen hatte. Und dieser Mann hat noch Zeit sich zu dieser Tragödie zu äußern. Der ist doch nun als letztes Regierungsmitglied amtierender Präsident.. Doch das fiel keinem auf. Der Fussballgott hat ein Talent verloren. So die traurige Botschaft.



Natürlich werden nun auch Bilderchen präsentiert, wo Frauen ihre Kinder den Truppen am Flughafen in die Arme werfen, um sie zu retten. – Ja, das ist pure Verzweiflung. Ungespielt. Wirklich schrecklich. Erinnert an andere historische Schicksalstage der Menschheit: Saigon 1975, Danzig 1945… oder Alesia 50 v.Chr..

Denn wie immer werden diese Frauen von “jungen Männern” beiseitegetreten, damit sie – die wahren HELDEN DER FLUCHT – es in die Flugzeuge schaffen. Deren rührselige Geschichten lesen wir dann in der Presse. Wie S. und W. und A. ihre Familie verließen(!!) um fliehen zu können. Weil sie doch als Ex-was-auch-immer nun verfolgt würden…

 

 

 

Wie schön kann man Darwinismus jenseits von Moral und Ethik denn noch beschreiben? Noch anschaulicher rüberbringen, dass da Menschen kommen, die ihre Familie im Stich gelassen haben?? Nur liest man diese Schlussfolgerung nicht. Komisch, oder? Ich gebe aber zu: ich habe da wohl ein komisches Verständnis von Familie, Kindern und Ehefrau. Oder von Verantwortung.
Für Herrn Lauterbach ist eh nur wichtig, dass die geimpft werden.

Und dass sich nun auch die Grünen melden war klar. Vergessen, dass es auch ihre Mitregierung war, die den ISAF-Einsatz möglich machte. Oder war “Straßenaktivist” und Polizistenschläger Fischer nicht der Außenminister, der damals den Einsatz mitbefürwortet hat?

 

 

Parade der Polizei in Kabul 2006. Die Polizei aufzubauen und auszubilden war ein deutsches Projekt.
Wichtig: AFG hat unsere Straßenverkehrsordnung zu 100% übernommen!





Natürlich darf sich das nun alles nicht wiederholen, denn darum sind wir in Mali, richtig? Unterstützen dort die Franzosen und deren Interessen und helfen, fördern und sichern die Herrschhaft eines Islamistenregimes vor Ort.
Wieder mit Steuergeldern. Wieder mit unserem Blut. Und der Gesundheit unserer Soldaten.

Letztere zu töten führt dann auch folgerichtig zu Glückwünschen aus Berlin von den LINKEN. Aber das ist in Ordnung. Die wollen eh alle Reichen erschießen oder sinnvoller Arbeit zuführen, wie wir wissen. Spätestens seit dem Parteitag in Kassel. Taliban und LINKE geben sich da wohl nichts. Vermutlich auch daher die Initiative der LINKEN, den Taliban finanziell zu helfen. 
So erscheint eine RRG-Regierung ab September doch ungemein anziehend, oder?

 



WACH geworden??

Wenn nicht, dann einfach weiterschlafen. Entschuldigung für die Störung. Mich jedenfalls nervt es nach zwei AFG-Aufenthalten mit zusammen fast 12 Monaten diesen Scheiss in unserer Presse zu lesen. Diese dreckige Heuchelei unserer Politaffen anzuhören. Oder die Verantwortlichen abtauchen zu sehen. Schneller und besser als es selbst beim Hochwasser der Fall war.

Man fragt sich, wer eigentlich Außenminister ist. Oder ist es in Deutschland Tradition, dass an jedem Regimeende immer auch ein gnomhafter Minister auftaucht, der wie Quasimodo aussieht, nichts kann, große Klappe hat und ansonsten die Tendenz aufweist mittelmäßige Schauspielerinnen zu pimpern…
Immerhin war Goebbels so nett uns von sich am Ende selbst zu befreien, anstatt zu hoffen eine Pension zu bekommen.

Da geht noch was…

Egal. Jetzt beginnt wieder das Geschäft der NGOs. Jede Menge Integrationskurse und Sprachschulungen werden fällig. Teuer bezahlt von den Steuerzahlern, die mit netten niedlichen, schrecklichen oder anderen Bilderchen weichgeklopft wurden. Über Soforthilfen redet man. Hat mal spontan 100 Millionen in die Rettung gepumpt.
Das hat für die Flutopfer deutlich länger gedauert. Und da musste keine Luftbrücke nach Taschkent aufgebaut werden. Um die zu Fördernden erst mal abzuholen…
Wird auch Zeit, dass unsere Asylindustrie mal wieder Geld bekommt.

 

 

 



Und damit wir uns verstehen: Ich war ausdrücklich dafür UNSERE Mitarbeiter samt Familie (Frau, Kinder) herzuholen. Nicht deren erwachsene Kinder samt Familie. Keine Onkel, Nichten und Großeltern. Aber UNSERE Mitarbeiter. Und das rechtzeitig.

https://nordhessen-journal.d/bundeswehr-laesst-afghanische-mitarbeiter-im-stich/

 

Was ich aber nicht will, sind irgendwelche “jungen Männer” die uns wieder bereichern, ohne für uns je gearbeitet zu haben.
Vielleicht auch wieder Taliban, die hier um Asyl nachsuchen und bekommen!
Eigentlich bin ich dafür, dass all die Taliban, die sich hier ausdrücklich so benannt haben um Asyl zu schnorren, jetzt sofort ausgewiesen werden. Der Asylgrund ist nämlich mit der Übernahme der Macht durch die Taliban entfallen.

Die Mörder deutscher Soldaten, die Kinderschänder und Räuber sind hier jetzt überflüssig. Die afgh. Regierung wird sie nicht mehr verfolgen und zum Tod verurteilen. Die Mörder sind jetzt die Regierung. Und ich verstehe nicht warum dieses Gesindel samt verräterischer Anwälte und Unterstützer jetzt nicht alles tun, um in das gelobte Talibanparadies zu eilen. Immerhin gibt es da jetzt nette Kinder für die mustergültige Ehe abzugreifen. Cohn-Bandit müsste da eigentlich selbst um Asyl betteln…



Komischerweise sagen Politiker und Medien auch hier nichts.


 

 

südlich Kabul 2006: Zerstörter italienischer Panzer nach IED-Anschlag

In diesem Panzer starben sechs italienische Kameraden nach einem IED-Anschlag. Sie hatten noch eine Woche bis zur Rückkehr nach Italien. Keine zwölf Stunden vorher waren sie noch bei uns im HQ ISAF zur Einweisung. Wir tranken einen (oder zwei…) Grappa zusammen. 

Bei genauer Betrachtung war es eine Schande diese Kameraden für Feiglinge, Unbelehrbare und Opportunisten zu opfern, deren gelebte Religionsauffassung für alle andere Glaubensgemeinschaften bestenfalls asozial und sehr wahrscheinlich auch als mörderisch anzusehen ist. 

Ich jedenfalls empfinde es als befremdlich die Bilder von zerfetzten Leuten zu bekommen, mit denen ich einen Abend vorher noch etwas getrunken habe.

Das nagt auch irgendwie am Verständnis dessen, was man so tolerieren kann und will. Und der Gedanke, dass die die das getan haben jetzt hier als Taliban ggf. Asyl genießen ist jenseits dieses Verständnisses. Ich sehe die Verantwortlichen als Mittäter an. Punkt. Ende.
Und ich will hier auch keine Feiglinge haben, deren Aufgabe die Verteidigung IHRER Freiheit gewesen wäre und die jetzt die Gunst der Stunde nutzen sich als Flüchtling auszugeben. Oder gar als unser Mitarbeiter.

Wenn wir etwas aus AFG lernen, dann die Erkenntnis, dass Mali nicht besser wird. Wir da sofort verschwinden müssen. Die Nummer hat Merkel eingefädelt, damit die Franzosen ihrer Chaospolitik in der EU beispringen. Ihre Dummheit hofieren. Dafür und NUR DAFÜR sind wir dort. Wieder ohne Plan. Ohne Konzept. Und ohne jede moralische Verpflichtung gegenüber unseren Soldaten dort, wie es scheint.

Am Ende wird es in Mali so sein wie in AFG. Exakt so. Und keiner will es dann gewesen sein.   -SIC!


 

P.S.:

Lieber Presserat,
ich warte immer noch auf eine Rüge von Euch. Diese ist inzwischen soetwas wie ein Pulitzer-Preis und ein Gütesiegel für freie Meinung in den Medien. Den Rahmen habe ich schon. Und ich habe auch schon einen Ehrenplatz dafür gefunden. Gleich über dem Klo an der Wand.

Wenn ich mich hierfür noch irgendwie steigern/verbessern muss, um das Ding endlich zu bekommen, dann sagt es mir bitte. Ich bin durchaus willig… nachzulegen. 

Und bis dahin gilt wie immer und frei nach dem Regierungskritiker Götz v. Berlichingen: LMAA!

 

Diese Seite verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Mit der weiteren Verwendung stimmst du dem zu. Datenschutzerklärung