Kardinal Woelki in Gemeinde unerwünscht

In unserer medialen Zeit hat es die Kirche wahrlich nicht leicht. Thematisch in der Kernkompetenz angeschlagen, von Gläubigen verlassend und vom Papst im Stich gelassen kämpft der Oberaufklärer der katholischen Kirche in Deutschland, der erzliberale, allgeliebte und progressive Kardinal Woelki im Geiste eines Tomas Torquemada um den rechten Weg ins ewige Lichtlein hinein.

Aus Sicht unseres obersten Schafehüters im Erzbistum Köln, der reichsten Kirchengemeinde der Welt wie man munkelt, ist die Tatsache ob zumindest er im Licht wandelt sowieso klar beantwortet: er bringt den Schäflein das Licht!

Nur gibt es da ein klitzekleines Problemchen zunehmend störender Art: die dämlichen Schäflein blöken ungehalten, da sie nur die Wolke vor dem Lichtlein sehen. Das ist schon schlimm genug, dass die etwas anderes sehen, als die Kirche will. Aber noch schlimmer ist, dass sie es auch noch sagen… Tomas Torquemada hätte solchen Ansinnen schon öffentlich und anschaulich Feuer unter den dreisten Ärschen gemacht.

Würde unser Oberhirte wohl auch gern machen, nur ist A) die Zeit für fossile Scheiterhaufen etwas zu umweltbewusst geworden, B) er ist nicht Großinquisitor sondern bloß Kardinal und C) gehen ihm die gutgläubigen Freiwilligen aus, die sich von der Kirche per Steuereinzug scheren lassen. Und Rom braucht das Geld aus Deutschland. Wie schon die Borgia das Geld brauchten, um damit in der Welt rumprassen zu können.
Blöd gelaufen. Es läuft heute wie damals. Man braucht in der katholischen Welt das deutsche Geld im Kirchenstaat aber heute darf man Aufwiegler weder exkommunizieren noch verbrennen. – Eine von Gott zu verdammende Zumutung!

Was ein Glück für die Düsseldorfer Kirchengemeinde St. Margaretha und ihre ketzerischen Angehörigen, dass Rainer Maria Woelki sich in christlicher und daher leider auch duldsamer Nächstenliebe üben muss. Sie hatten die urchristliche Dreistigkeit ihren obersten Führer zur Firmung ihrer Jüngsten und Schutzbefohlenen(!!) wieder auszuladen.
Hintergrund war nicht der Gedanke, dass der Kardinal in der Zeremonie übergriffig werden könnte, wie so manche seiner Unterhirten, sondern dass er Volksreden halten könnte, die ihm von seinen Medienagenturen in den Mund gelegt wurden, um sich im neuen Licht der Aufklärung zu sonnen. Früher reichte hier die Bibel. So sagen es die Gerüchte…

Komischer Weise glauben 140 Unterzeichner eines offenen Briefes an den werten Kirchenfürsten absolutistischer Selbsteinschätzung, dass er den heiligen Anlass der Firmung daher missbrauchen könnte. Nicht zum Fummeln, aber wohl zur geistigen Sünde der Unwahrheit und Heuchelei.

Die Gemeinde hatte wohl Dante’s “Inferno” vor Augen, als sie den vom Kardinal ausdrücklich gewünschten Besuch in genau der Gemeinde ablehnte, in der Pfarrer D. minderjährige Prostituierte in Anspruch nahm, ohne dass Kardinal Wolkenflieger oder sein Generalvikar, der jetzt auch Bischof spielt und in den schmalen Schuhen des Fischers wandelt, daran moralisch Anstoss genommen hätten.

Während Woelki neumodische Beratung in Sachen PR, Recht und Kommunikation für sich in Anspruch nimmt und dabei wesentlich mehr Geld ausgibt, als für Schadenersatz und Schmerzensgeld der Opfer, sieht diese komische kleine rheinische Dorfgemeinde hier die innersten Kreise der Hölle vor Augen, wo solche Wolken im Lichte der ewigen Höllenfeuer verzehrt werden.

Die Aufgeschlossenheit des werten Kardinals zu diesen willkürlichen Gedankenspielen einer blasphemischen Gemeinde von Aufwieglern ist inzwischen Legion. ER WILL KOMMEN!

Nur wollen die ihn nicht. Und das wurde mehrmals betont. Wie das kleine gallische Dorf Caesar nicht wollte. Und anstatt einen Zaubertrank anzurühren schrieben sie nun einen offenen Brief an den werten “Rattenfänger aus Rom” und erinnerten ihn an seine eher seelsorgerischen Pflichten bei einer Firmung. Und eben diese Nummer kirchlicher Tradition trauen sie ihm nicht zu. Sie vermuten eher, dass der umherstolpernde Oberhirte die Chance ergreifen würde sich in Demagogie, Beschwichtigung und Heuchelei zu üben, wo eher klare Worte der Demut, Entschuldigung und Ehrlichkeit fällig wären.

Tja, mein lieber Rainer Maria. Über Dir kreisen nun die Raben wenn nicht schon die Geier. Und es bleibt zu hoffen, dass das kleine rheinische Dorf standhaft bleibt. Notfalls den Papst selbst um Klärung anruft. Und sollte das scheitern, mein kleiner Aufklärer, dann könnte es sein, dass Du alleine in der Kirche stehst. Armleuchter, die denkenden und aufgeklärten Menschen das Licht bringen wollen, sind flüssiger als Wasser. Sie sind überflüssig. Und in diesem Sinne siehe den Gevatter Rhein an. Von Köln fließt er geräuschlos nach Düsseldorf weiter, fließt vorbei und das war es. Und was St. Margaretha angeht, ist die angedachte Vorstellung auch vorbei. Für Dich gilt dort:

Woelki?? – NEIN DANKE!




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